US-Abzug aus Grafenwöhr steht offenbar fest
GRAFENWÖHR. Der Abzug der 172. Infanteriebrigade aus Grafenwöhr in der Oberpfalz scheint beschlossene Sache zu sein.
Nach einer Internet-Veröffentlichung des US-Verteidigungsministeriums sollen zwei schwere Brigaden aus Europa abgezogen werden. "Die einzigen zwei schweren Brigaden, die wir haben, sind die 170. und die 172. Brigade", erläuterte ein Sprecher der US-Army in Heidelberg am Freitag.
Die 170. Infanteriebrigade ist in Baumholder (Rheinland-Pfalz) stationiert. Damit bleiben offenbar das 2. US-Kavallerieregiment im oberpfälzischen Vilseck sowie die in Italien stationierte US-Brigade erhalten.
3800 Soldaten in Grafenwöhr
Der 172. Brigade in Grafenwöhr gehören rund 3800 Heeressoldaten an. Seit Wochen war darüber spekuliert worden, ob Grafenwöhr und Baumholder von den US-Plänen betroffen sein werden.
Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Washington hatte US-Verteidigungsminister Leon Panetta wie schon zuvor gesagt, dass zwei der vier in Europa stationierten US-Brigaden abgezogen werden sollten - ohne jedoch konkret zu werden. Der geplante Abzug ist Teil der Sparpläne des Pentagons.
Keine Schließung
Der Abzug der 172. Brigade bedeutet nicht die Schließung der Garnison Grafenwöhr, die als dauerhafter Standort gilt. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums sollen die abgezogenen Brigaden durch wechselnde Truppen ersetzt werden.
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Der Kurier beschäftigt sich in seiner Samstagsausgabe auf einer Tagesthemenseite mit dem US-Abzug.
dpa
