KURIER
13.02.2012, 20:13 Uhr

Ärger um Bafög-Anträge: Wissenschaftsminister fordert schnelle Zahlungen


BAYREUTH. Nicht nur in Bayreuth warten mehr als Tausend Studenten auf ihre Bafög-Bescheide. Alle bayerischen Ämter für Ausbildungsförderung sind mit der Bearbeitung im Rückstand. Das bestätigten sie in einer gemeinsamen Mitteilung auf Kurier-Anfrage. Dem bayerischen Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch gefällt diese Entwicklung nach eigenen Angaben überhaupt nicht: „Wir müssen schauen, dass das Geld zeitnah ausgezahlt wird“, sagte er im Kurier-Gespräch.

Damit die Studenten möglichst schnell ihr Geld bekommen, gibt es für Heubisch nur eine passable Lösung: „Einfach in die Puschen kommen und das Geld auszahlen.“ Er wolle bei den Studentenwerken deswegen auch noch mal nachhaken. Josef Tost, Geschäftsführer des Studentenwerks Oberfranken, ärgert die Aussage des Ministers. Denn jeder seiner Mitarbeiter im Amt für Ausbildungsförderung bearbeite in diesem Wintersemester etwa 700 Bafög-Fälle. Normal seien es in Bayern etwa 550 Fälle. Die hohen Fallzahlen pro Mitarbeiter kritisieren auch die anderen bayerischenÄmter für Ausbildungsförderung. Zwar hätte das bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst den Ämtern im Vorfeld des doppelten Abiturjahrganges zusätzliches Personal bewilligt. Dennoch wäre es nach Ansicht der Ämter wichtig, dass die Anzahl der Bafög-Fälle, die ein einzelner Sachbearbeiter bearbeiten muss, abgesenkt wird.

Mehr zu dem Thema lesen Sie am Dienstag auf der Uni-Seite des Kuriers.


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